Heimautomatisierung Stand April 2018

Vor Ewigkeiten habe ich ein Beitrag geschrieben, warum ich zum Home Assistant gewechselt bin. Wie durch ein Wunder ist es sogar dabei geblieben und wir setzen seit dieser Zeit die Software ein. Im Laufe der Monate hat sich Home Assistant sehr stark weiter entwickelt. Duzende von Komponenten, Online Services und Smart Home Devices werden nun unterstützt. Wer auf der Suche nach einer guten Software ist, sollte hier definitiv mal ein Blick riskieren.

Ich möchte euch aber in diesem Beitrag mal die aktuelle Installation von mir näher bringen:
Home Assistant läuft unter einem Linux Container auf meinem Proxmox Host. Im Prinzip könnt ihr die Software auch auf einem Raspberry Pi oder als Docker Container auf einem Synology NAS installieren. Je nach Geräte, die man steuern möchte, benötigt man natürlich noch einen Gateway. Wir haben hier diverse Philips-Hue-Glühbirnen, also natürlich auch eine Hue Bridge. Sämtliche anderen Komponenten wie Tür-/Fenstersensoren, Heizkörperthermostate und Steckdosen werden mittels Z-Wave betrieben. Hier habe ich mich für den Aeotec USB Stick entschieden. Der wird einfach an meinen Linux Container durchgereicht.

Zu Licht und Steckdosen gesellen sich seit einiger Zeit auch noch ein Xiaomi Staubsauger (Roborock S50 – ein geiles Teil!), zwei Bewegungsmelder und ein Multisensor (6 Sensoren).

Diese ganzen Smart Devices werden intelligent zu Szenen und Automatismen kombiniert. Nehmen wir mal ein paar Beispiele:

  • Der Katzenbrunnen unserer zwei Miezen braucht nicht unnötigerweise die ganze Zeit durchlaufen. Entsprechend habe ich einen Fibaro Motion Sensor mit einem Fibaro Wall Plug kombiniert. Nähert sich also die Katze dem Brunnen, wird dieser eingeschaltet. Nach 3 Minuten automatisch wieder aus, sollte nicht eine erneute Bewegung registriert werden.
  • Wir nutzen Plex als Mediacenter um darüber unsere Filme und Serien zu schauen. Zumeist geschieht dies abends, wenn es schon etwas dunkler ist. Um ein wenig Kinofeeling aufkommen zu lassen, werden beim Starten des Films oder der Serie die zwei Philips-Hue-Birnen im Wohnzimmer von der Abendbeleuchtung auf die Kinobeleuchtung geschaltet. Heißt: Eine Lampe schaltet sich aus und die andere geht auf ca. 5 % Intensität und grüne Farbe. Sehr angenehm als Hintergrundbeleuchtung.
  • Lichtfarbe spielt gerade in den Abendstunden eine wichtige Rolle. Entsprechend werden die Glühbirnen im Wohnzimmer ab 22:30 Uhr auf ein Gelbton gestellt. Dieser wird mit der Zeit immer dunkler, um die Augen zu schonen und auf das Schlafen vorzubereiten. Ihr kennt das Feature sicherlich von eurem Mobiltelefon oder Notebook.

Wenn ihr weitere Automatismen wissen wollt, könnt ihr euch gerne mein komplette Konfiguration auf Github ansehen. Dort porte ich entsprechende Updates und Konfigurationsänderungen. Zudem ist es ein gutes Außerhaus-Backup, falls mal etwas schief gehen sollte.

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