Kurztrip nach Stockholm

Letzte Woche waren Petra und ich für drei Tage in Stockholm, um ein wenig Sightseeing zu betreiben. Ich für meinen Teil war im Februar 2012 schon mal dort, damals allerdings bei doch eher mäßigem Wetter. Die Tage vorher hatte es noch geschneit, allerdings war bei meiner Ankunft nur noch Matsch vorhanden. Schon damals beschloss ich, nochmal in diese Stadt zu fliegen.

Genau dies haben wir dann jetzt nachgeholt und hatten das Glück, dass wir in Stockholm schönstes Wetter zum Besichtigen einer fremden Stadt hatten. Im Schnitt wurden wir mit knapp 23° C und strahlendem Sonnenschein versorgt. Wie gesagt: Perfektes Wetter!

Tag 1: Anreise und Skeppsholmen

Wir flogen montagsmittags mit Eurowings ab Köln/Bonn. Da lief verständlicherweise alles nach Plan. In Stockholm angekommen wollten wir dieses mal nicht mit dem Arlanda Express fahren, sondern das 72-h-Ticket von SL (Verkehrsbetriebe) nutzen. Wie sich hinterher heraus stellte, ein großer Fehler. Wir erwarben am Flughafen das Mehrtagesticket und mussten weitere 120 SEK (ca. 12 Euro) pro Person als „Durchgangsgebühr“ bezahlen. Nur, um vom Flughafen zum Bahnsteig zu kommen. Was wir vorher nicht wussten: Dass beim Betreten des Flughafens über den gleichen Weg diese Pauschale nochmals fällig geworden ist. Ihr solltet also erwägen, den vermeintlich teureren Zug (Arlanda Express) zu nutzen.

Die recht kurze Zugfahrt nach Solna (dort lag unser IBIS Styles Hotel) war in ca. 40 Minuten erledigt. Das Hotel ist sehr hübsch gestaltet und hat ein freundliches Personal. Leider sind die Zimmer nicht mehr so 100 %ig in Schuss. Einige Macken an Wänden und Türen hinterließen den Eindruck einer notwendigen Renovierung. Für ein 3-Sterne-Hotel aber in Ordnung.

Am Montag sind wir auch direkt noch in die Stadt gefahren. Von der Haltestelle Ulriksdal bis zu Stockholm City fuhr der Zug nur ca. 8 – 10 Minuten. Über die drei Tage stellten wir fest, dass die Pünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel in Stockholm sehr gut ist.

Wir sind dann zu Fuß vom Bahnhof eine Runde um Skeppsholmen gelaufen, um etwas von Gamla Stan vom anderen Ufer zu sehen und nicht direkt in die touristische Hektik zu geraten. Der Stockholmer an sich ist immer recht hektisch unterwegs, was wir ziemlich häufig an Rolltreppen merkten. „Links gehen, rechts stehen“ solltet ihr also unbedingt beachten. Auf dem Weg zurück in die Stadt suchten wir eine Möglichkeit für unser Abendessen und wurden, nachdem wir minutenlang gemeinsam auf das Handy starrten und uns nicht entscheiden konnten, von einer Stockholmerin angesprochen, die uns zwei Restaurantempfehlungen gab. Wir nutzen Empfehlung Nummer 1: Das „Tradition“ (Tripadvisor). Eine großartige Empfehlung, wie sich hinterher herausstellte.

Blick von Skeppsholmen nach Gamla Stan

Tag 2: Gamla Stan, Djurgården und Ostermalm

Dienstags, also am zweiten Tag, ging es morgens nach dem Frühstück wieder mit der Bahn in die Stadt. Da ich am Tag vorher vergessen hatte meine SD-Karte in die Kamera einzulegen, sind wir noch einmal eine Runde um Skeppsholmen gelaufen. Anschließend erkundeten wir Gamla Stan sowie Helgeandsholmen. Die engen Gassen und Sträßchen von Gamla Stan sind wirklich sehr schön. Dort findet man auch allerhand zu Essen, Trinken und kleine Snacks. Wichtig anzumerken ist auch, dass hier auch Einheimische essen gehen; heißt, es ist keine Touristenabzocke!

Nach dem Mittagessen bei Barrels (Burgerladen) fuhren wir mit der Fähre von Gamla Stan nach Djurgården. Die Fähren von SL sind natürlich in dem 72-h-Ticket mit inkludiert. Djurgården ist ein ganzjähriger Freizeitpark und natürlich im Sommer bei schönem Wetter stark besucht. Wir mieden diesen. Ebenso findet sich dort Skansen, das älteste Freilichtmuseum der Welt, bei dem alte Häuser und Werkstätten wieder aufgebaut oder restauriert worden, um das frühere Leben den Besuchern näher zu bringen.

Blick auf ein Yachthafen bei Östermalm

Nach einer kurzen Pause am Wasser, bei der wir ein wenig die Aussicht genossen, ging es weiter nach Ostermalm. Ostermalm ist voll von Designerläden und -boutiquen. Wer etwas für die Inneneinrichtung, ein neues Kleidung oder ähnliches sucht wird hier definitiv fündig! Allerdings muss man sagen, dass alles etwas hochpreisiger ist. Das Stadtviertel wird auch eher von den wohlhabenderen Stockholmern bewohnt. Ebenfalls in Ostermalm liegt die Markthalle Ostermalmstorg. Hier finden sich Delikatessen von Hummer, Austern, Elchfleisch und allerhand interessante Gebäckstücke. Entsprechend sollte man sich auch hier auf eher höhere Preise einstellen. Wer offen für Neues ist, sollte aber auf jeden Fall einen Blick oder gar eine Kostprobe riskieren.

Enge Straßen in Gamla Stan

Wir liefen durch die Einkaufsstraßen wieder zurück Richtung Gamla Stan. Da wir nicht zum Shoppen nach Stockholm fuhren, sind wir nicht durch alle Straßen gelaufen. Als Shoppingmeile hat uns das allerdings nur sehr wenig überzeugt. Richtung Altstadtinsel gingen wir noch durch den Kungsträdgården welcher immer voller Leben und Künstler ist. Da im Tag zuvor wohl eine Veranstaltung stattgefunden hat, war leider noch recht viel abgesperrt, sodass weniger Treiben auf dem Plätzen stattfand.

 

 

Tag 3: Ridderholmen, Södermalm und Rückflug

Am Mittwoch waren wir von den vielen Kilometern vom Vortag noch ziemlich mitgenommen, sodass wir nicht mehr auf große Expeditionstour gingen. Von Riddarholmen gingen wir noch ein kurzen Abstecher nach Södermalm und genossen vom Berg die Aussicht auf die Stadt.

Zusammenfassend sei gesagt, dass Stockholm eine sehr offene und freundliche Stadt ist. Leider wurde zu unserem Zeitpunkt noch sehr viel gebaut. Da die Stadt allerdings stetig wächst werden Baustellen wohl immer ein wenig zum Stadtbild hinzu gehören. Etwas was Petra und mir extrem entgegen gekommen ist: Wir brauchten kein einziges Stück Bargeld! Wer nach Stockholm fährt, sollte auf jeden Fall eine Kreditkarte dabei haben, viele Geschäfte nehmen bereits kein Bargeld mehr entgegen. Selbst Eintrittsgelder in Kirchen werden schnell und bequem per Kreditkarte (wir nutzen zu 99 % direkt NFC {kontaktlos}) bezahlt.

Weiter Bilder findet ihr auf Instagram.

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