Meine Homeserver Odyssee

Es ist wirklich grausam. Bei manchen Dingen wird mir sehr schnell ziemlich langweilig. Eigentlich hatte ich vor, meinen Server nicht mehr grundlegend anfassen zu müssen. Das änderte sich letzte Woche.

Er lief bis dahin auf einer Windows 2012 R2 Basis. Ziemlich gutes und schnelles Serverbetriebssystem. Die einzige Ausnahme: Der Exchange Server. Leider unterstützt der Exchange 2013 ohne SP1 noch kein Windows Server 2012 R2. Was dazu führt, dass bei der Installation der Transportrolle dieselbige immer abbricht. Schlussendlich lief er aber dann doch. Zumindest auf 2012 ohne R2.

Letzte Woche Donnerstag habe ich dann abschließend unseren Fileserver konfiguriert. Zwar nur mit einem Software-Raid, aber ein Raid1 aus zwei WD RED 2 TB Festplatten. Das Software-Raid1 von Windows ist eigentlich ganz performant. Schlechte Performance kennt man hingegen nur vom Raid5.

Das Kopieren von Daten (ca. 90 GB) dauerte allerdings dann knapp 2,5 h. Ein ziemlich schlechter Wert. Dies hat mich dann dazu verleitet, mir grundlegende Gedanken zu machen. Der Hauptgrund, warum wir auf Windows gesetzt haben, war eben der Exchange Server. Die Möglichkeit Kontakte, Kalender und Emails im eigenen Haus deponieren zu können, ist ziemlich charmant (kommt mir bloß nicht mit Owncloud. Das ist für CardDav und CalDav ein großer Mist!).

ZFS Systeme fallen dahingehend für mich aus, da es hierbei nicht möglich ist ein RaidZ1 im Nachhinein zu erweitern. Also ein einfaches Zustecken einer Platte mit anschließendem rebuild ist nicht… Also habe ich mich für Linux entschieden. Hierbei setzte ich wieder auf meine Lieblingsdistribution Debian. Hierfür kann man Anleitungen sowohl für Debian als auch für Ubuntu en masse finden. Deshalb laufen jetzt auf dem Server ein Mailserver (Postfix, Dovecot, ClamAV, Spamassessin), DHCP-Server (ISC-DHCP), DNS-Server (bind9) und ein Plex Media Server. Eigentlich viel zu wenig, um die Kiste mit einem 4-Kern Xeon (mit HT) und 16 GB Ram auszulasten. Dies fülle ich evtl mit BONIC auf.

Ich bin mal gespannt, wie lange ich auf diese Konfiguration setzen werde. Bis dahin schnurrt der Kleine weiter im Keller.

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